Unser Partner in Indien

Für alle Projekte ist ein Partner in Indien mitverantwortlich: der Bischof von Jabalpur. Bevor ein Projektantrag seinen Schreibtisch verläßt und nach Münster geschickt wird, ist er von seinem Projektprüfungsausschuß beraten und in eine Prioritätenliste eingeordnet worden. So entscheidet in erster Linie unser Partner vor Ort, welche Projekte realisiert werden.

Mit dem BGD setzt sich unser Partner in Indien ein für Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung, Menschenwürde, Lebensqualität, und das ohne Ansehen der Religion oder des sozialen Ranges.

Statt Nobel-Karosse ein Jeep mit 4-Rad-Antrieb, statt Talar ein sportlicher Freizeit-Dress: So ist Bischof Gerald Almeida oft unterwegs. Sein Arbeitsgebiet ist in Nord-Süd-Richtung 380 Kilometer und in der Ost-West-Richtung 500 Kilometer groß. Auf den meist schlechten Straßen kommt er ohne seinen Jeep nicht aus.
  Statt des Gießkannenprinzips werden die Spendengelder systematisch und konzentriert ausgegeben. Wichtig ist uns, dass kein Einzelner oder eine Gruppe bevorzugt wird. So dienen alle Projekte der langfristigen Entwicklung in den eng verzahnten Schwerpunkten Bildung, Gesundheit und Soziales. Anstelle plötzlicher Einzelfallhilfe steht der dauerhafte, nachhaltige Aufbau von Strukturen, wie ihn auch die "Lokale Agenda 21" fordert.

Unser Partner weiß: Grundsätzlich wird nur eine Anschubfinanzierung bis maximal drei Jahre geleistet. Das verlangt absehbare Eigenständigkeit statt Dauersubvention.

Obwohl unser Partner ein katholisches Bistum ist, leistet er überkonfessionelle Hilfe; im Projektgebiet leben nur 0,3 Prozent Christen. Daher leistet das Bistum Jabalpur unterschiedslose Nächstenliebe statt Missionierung im überholten Sinn.